Um rohe Kaffeebohnen in aromatisch duftende und wohlschmeckende zu verwandeln gibt es vielerlei Methoden, angefangen vom simplen ins Feuer werfen über das Rösten in der Bratpfanne bis zur Konvektionsröstung. Ein wichtiger Aspekt, der bereits früh erkannt wurde, ist, dass die Bohnen während des Röstprozesses in Bewegung gehalten werden müssen um eine gleichmäßige Röstung zu gewährleisten.

 

In der 24grad-Kaffeerösterei wird mit Konvektionsröstung gearbeitet; d.h. dass die Bohnen mittels heißer Gase geröstet werden, die von allen Seiten auf sie einwirken. Durch die Bewegung der Bohnen in der heißen Luft wird die Wärme besonders gut auf die Bohnen übertragen, die Röstkammer muss nicht von außen erhitzt werden. Ein großer Vorteil dieser Methode besteht darin, dass die Dauer, der Druck und die Temperatur der Luft nahezu beliebig gesteuert werden kann. Die Steuerung von Lufttemperatur und Luftmenge in Abhängigkeit von der Zeit sind Faktoren, die eine optimale Röstung ermöglichen.

 

Beim Rösten entwickeln sich die Aromastoffe abhängig von einer Temperatur-Zeit-Kurve. Diese kann bei der Konvektionsröstung besser beeinflusst werden als bei einer herkömmlichen, langsam aufheizenden Trommelröstung, da beispielsweise flüchtige Aromastoffe nicht durch langes Rösten verloren gehen.

 

Jede Bohnensorte hat ihre eigene spezielle Temperatur-Zeit-Kurve, die zeigt wie sich die vielfältigen Aromen während des Röstvorgangs entwickeln. Daher gibt es für jede Bohne eine spezifisches Röstprofil, durch das die unterschiedlichen Geschmacksnuancen in den gerösteten Bohnen voll zur Geltung kommen.