Vietnam Ho Phuong
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14,50 € – 57,00 € / 250 g
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Vietnam
12,15804°
Farmer
Ar-Ho-Phuong Corporate Limited
Intensität / Geschmack
grüner Apfel, Quitte, Rosenwasser, Kiefernzapfenmarmelade, Pomelozeste
Empfohlene Zubereitungsmethoden:
Vietnam Ho Phuong anaerobic Natural
Der Ho-Phuong aus Vietnam ermöglicht uns ein faszinierendes Geschmackserlebnis. Außergewöhnlich klar und ausgewogen, gleichzeitig sehr komplex und tiefgründig. In der Tasse entfalten sich elegante, fruchtige Nuancen von grünem Apfel und Quitte, begleitet von einer feinen, floralen Note, die an Rosenwasser erinnert. Diese Kombination verleiht dem Kaffee eine lebendige Frische und zugleich eine sanfte, aromatische Tiefe, die lange nachklingt.
Ar-Ho-Phuong Corporate Limited – Kaffeeanbau mit Hingabe & handwerklicher Perfektion
Die besondere Aromatik dieses Kaffees ist das Ergebnis einer sorgfältigen anaeroben Fermentation. Dabei werden die Kaffeekirschen unter Sauerstoffausschluss fermentiert, wodurch komplexe Geschmacksverbindungen entstehen. Ar-Ho-Phuong Corporate Limited kombiniert hier traditionelles Wissen mit modernen Verarbeitungstechniken: Selektive Handernte, kontrollierte Fermentation und eine langsame Sonnentrocknung für höchste Qualität. Diese Methode hebt die fruchtigen und floralen Noten besonders hervor und verleiht dem Kaffee seine charakteristische Klarheit.
Vietnam – Kaffeeanbau mit langer Tradition
Vietnam gehört heute zu den bedeutendsten Kaffeeproduzenten der Welt und blickt auf eine lange Kaffeetradition zurück, die bis in die Kolonialzeit des 19. Jahrhunderts reicht. Besonders die Region um Da Lat, auf etwa 1.400 Metern Höhe gelegen, bietet ideale Bedingungen für den Anbau von hochwertigem Arabica: kühles Klima, fruchtbare vulkanische Böden und regelmäßiger Nebel. Oft sind es Familienbetriebe, wie auch bei unserem Ho-Phuong, die über Generationen gewachsenes Wissen mit nachhaltigen Anbaumethoden und sozialer Verantwortung verbinden. So tragen sie dazu bei, den Ruf vietnamesischer Spezialitätenkaffees international weiter zu stärken.
Während des Kalten Krieges entwickelte sich Vietnam gezielt zu einem wichtigen Kaffeeanbaugebiet – nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern auch aus politischen Gründen. Nach dem Krieg setzte die Regierung auf planwirtschaftliche Strukturen und förderte den Kaffeeanbau als strategisches Exportgut, um Devisen zu erwirtschaften und die nationale Versorgung zu stabilisieren. Besonders im zentralen Hochland wurden große Anbauflächen erschlossen und systematisch bewirtschaftet.
Eine zentrale Rolle spielte dabei die Zusammenarbeit mit sozialistischen Partnerstaaten. Im Rahmen der „sozialistischen Bruderhilfe“ unterstützte die Deutsche Demokratische Republik Vietnam durch Investitionen, technische Ausrüstung und agrarwirtschaftliches Know-how. Diese Kooperation war Teil einer größeren geopolitischen Strategie, die wirtschaftliche Entwicklung innerhalb des sozialistischen Blocks zu stärken und gegenseitige Abhängigkeiten zu schaffen. Der Ausbau der Kaffeeproduktion war somit nicht nur ein landwirtschaftliches Projekt, sondern auch Ausdruck politischer Solidarität und internationaler Bündnisse innerhalb des Ostblocks.

